Wie viel sollte ich am Tag trinken?

In diesem Beitrag erfährst was und vor allem wie viel du täglich trinken solltest.


Das Thema mit dem Trinken. Ewig unterschätzt und dabei doch so wichtig! Denn eines muss man sich mal vor Augen halten: Jeder Stoffwechsel Prozess in unserem Körper benötigt H2O (Wasser), um durchgeführt zu werden. Aus diesem Grund führt auch der Verzicht auf Flüssigkeit zu einem deutlich schnelleren Tod, als der Verzicht auf feste Nahrung beispielsweise. Die Flüssigkeitsspeicher in unserem Körper sind eben nicht mit dem Energiespeichern (Glykogen, Fett) vergleichbar von der Kapazität her.

Ich stelle es mir gerne vor wie ein Motor: das Benzin liefert die Energie & der das Motoröl sorgt dafür, dass alles geschmeidigt läuft! So ist es in etwa auch in unserem Körper: Energie führen wir im besten Fall fast ausschließlich über feste Nahrung zu uns (Smoothies, Protein Shakes zB. stellen eine Ausnahme dar) und die Flüssigkeiten, die wir zu uns nehmen sind verantwortlich dafür, alles geschmeidig zu halten und sorgen dafür, dass die Energie richtig verarbeitet werden kann. In einem Motor ist es ja auch nichts anderes: ohne Öl könnten die Kolben nicht ordentlich auf und ab gleiten und dementsprechend auch kein Benzin zunächst verdichtet und dann verbrannt werden.

Kommen wir nun aber zu der weitaus spannenderen Frage: Was passiert in einem Motor wenn wir zu wenig Öl in Motor haben? Kurz gesagt: entweder können wir noch fahren, verschleißen aber unnötig unseren Motor und arbeiten nicht effizient oder aber wir haben so wenig Öl, dass zu einem Motorschaden führt.

Diese Analogie lässt sich bestens auf unseren Körper übertragen: Bei zu wenig Flüssigkeit in unserem System laufen die Stoffwechselprozesse einfach verlangsamt ab und sorgen dafür, dass es uns mehr Energie und/oder Zeit kostet entgiftende Abläufe im Körper durchzuführen, daher fühlen wir uns auch oftmals träge, wenn wir dehydriert sind. Jetzt darf man natürlich nicht vergessen, was für ein Ausmaß das ganze annimmt, wenn wir über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg zu wenig trinken. Der erhöhte Verschleiß bei so einer Lebensweise bringt natürlich gesundheitliche Konsequenzen mit sich. Bei noch geringerer Flüssigkeitszufuhr, kann es neben Trägheitsgefühl zu starken Kopfschmerzen und Schlafstörungen kommen. Ich denke jedoch, dass haben die meisten von euch im Griff. Mein Appell richtet sich in die Richtung, tatsächlich jeden Tag genügend zu trinken, um dem Körper die Arbeitsschritte, die in seinem Inneren ablaufen, so reibungslos wie möglich zu gestalten und eben keinen erhöhten, unnötigen Verschleiß zu provozieren!

Soweit so klar, warum jeder sich zumindest einmal im Leben die Frage stellen sollte, ob er oder sie genügend trinkt ! Meine Faustformel zu der Menge an Flüssigkeit die man zu sich nehmen sollte ist ziemlich simpel: 1 Liter Flüssigkeit pro 20kg Körpergewicht! Für eine Sporteinheit von 30 Minuten würde ich nochmals jeweils 0,5 Liter ergänzen.

Das bedeutet: Ein Mensch mit einem Körpergewicht von 75 Kilo und einer Stunde Sport am Tag ist mit 4,75 Litern an Flüssigkeit bestens hydriert!

Bleibt jedoch die Frage zu klären, was für Getränke bilden denn jetzt diese 4,75 Liter an Flüssigkeit?

Hauptbestandteil sollte einfaches Wasser, entweder aus der Flasche oder Leitung, darstellen. Und das aus einem ganz einfachen Grund: Unser Körper benötigt simples Wasser in ausreichender Menge, um Schadstoffe, welche über die Ernährung aufgenommen wurden, wieder auszuscheiden. Wir trinken quasi ‘leeres Wasser’, welches noch Kapazitäten hat um einige Stoffe an sich zu binden und scheiden am Ende des Tages ‘volles Wasser’ aus. Das ist eine wesentliche Art des Körpers sich selbstständig von Giften und Schadstoffen zu befreien. Des Weiteren ist Wasser die Stoffverbindung (H2O) welche unser System im Endeffekt benötigt, um unsere Zellen zu pflegen. Wer die Qualität seines Wasser noch optimieren möchte findet hier eine Übersicht verschiedener Wasserfilter auf Amazon.

Süßgetränke, welche mit unmenschlich hohen Mengen an Zucker angereichert wurden, muss unserer Körper zunächst erstmal verarbeiten und den Einfachzucker dahin transportieren, wo er hin gehört, bevor er überhaupt ‘einfaches Wasser’ vorliegen hat. Auch die, mit der Zufuhr von Einfachzucker, einhergehende Insulinausschüttung ist nicht gerade gesund. Unser Blutzuckerspiegel steigt zunächst radikal an und wird dann wieder, durch eine intensiv stimulierte Insulinausschüttung drastisch gesenkt. Dementsprechend spreche ich mich natürlich gegen den Konsum von zuckerhaltigen Süßgetränken aus, da ich Ihnen keinen Platz in einer ausgewogenen Ernährung zuordnen kann.

Wer sich im Detail dafür interessiert, was nach dem Konsum einer Cola in seinem Körper passiert: Zentrum für Gesundheit 

Zu empfehlen ist neben Wasser noch Tee. Die Pflanzenstoffe können sich positiv auf den Organismus auswirken und entspannende, entgiftende sowie metabolisch anregende Wirkungen auf uns haben. Noch im Rahmen und für kaum jemanden weg zu denken ist Kaffee. Solange man sich bewusst ist, dass Kaffee ein koffeinhaltiges Getränk ist und wir bei jedem Schluck unserem Körper eine Stimulans zuführen, welche den Körper in eine künstlich hervorgerufene Stresssituation versetzt und man es dementsprechend nicht übertreibt, darf auch gerne Kaffe getrunken werden. Wer jedoch ohne Kaffee nicht einmal mehr den Tag starten kann, der sollte sich überlegen ob es nicht schon zu einer Koffein-Abhängigkeit gekommen ist. Eine körperliche und/oder mentale Abhängigkeit von einer Substanz ist nie gesund und schon gar nicht von Vorteil.

Beim süßstoffbasierten und kalorienfreien Getränken wie zB. Fanta Zero, drücke ich gern mal ein Auge zu. Wer ganz akribisch sein möchte, lässt diese Getränke Kategorie auch noch weg, da Süßstoff keinerlei positive Aspekte beisteuert und sich je nach Art des Süßstoffs die Geister scheiden, ob es nun signifikant der Gesundheit schadet oder nicht. Aber ich persönlich bewerte das als Alternative, um sowohl geschmacklich etwas Abwechslung rein zu bringen, als auch eine Möglichkeit zu haben, sich etwas zu gönnen. Natürlich tut es eine ausgepresste Zitrone im Wasser genau so gut und liefert immerhin noch ein paar Vitamine.

Zum Schluss habe ich eigentlich nur noch zwei kleine Regeln, um das Trinkverhalten zu optimieren.

  1. Nach dem aufstehen 300-500ml Wasser trinken, damit der Flüssigkeitsverlust, welcher in der Nacht hauptsächlich über die Atmung entsteht, ausgeglichen wird und wir den Tag vollkommen hydriert starten können
  2. 10 Minuten vor einer Mahlzeit und 10 Minuten nach einer Mahlzeit nichts trinken. Klingt etwas ungewöhnlich, lässt sich aber sehr einfach erklären: Die Flüssigkeit verdünnt unsere Magensäure und verändert den PH-Wert. Das erschwert und verlangsamt sowohl die Verdauung, als auch die Aufnahme von Nährstoffen.

 

Ich hoffe dieser Beitrag hat dir gefallen und du konntest etwas für dich mitnehmen. Bis zum nächsten mal. Peace